Hier finden Sie eine Chronik unserer Veranstaltungen

Donnerstag, 27. April 2017, 19.30 Uhr Kulturhaus Bienenstrasse in Chur.

Anet Corti. Optimum. Bis zum bitteren Maximum. Komödiantisches Satirisches Theater. Ein Anlass um 20-Jahr-Jubiläum des Frauenkulturarchivs Graubünden.

 

Optimiere dich selbst! Dieser Herausforderung stellt sich Anet Corti und nimmt in ihrem neuen Programm unsere Leistungsgesellschaft und deren Ego-Tuning-Manie ins Visier. Mittelmass macht keinen Spass! Was wir wollen, ist im Minimum das Optimum.

Frühfördern, aufspritzen, therapieren, powernappen, akademisieren … und zwar politisch korrekt, glutenfrei und möglichst viersprachig. Wie gehen wir um mit diesem Optimierungswahn, den Geräten, die smarter sind als wir selbst, und der ewigen Updaterei? Wie schaffen wir den Spagat zwischen digitaler Vorstellung und analoger Realität?

Anet Corti und ihre Bühnenfiguren präsentieren einen temperamentvollen Abend rund um das rastlose Streben nach Perfektion. Ein Abend voller Wortwitz, Slapstick und Brain-Scanning. Garantiert offline, dafür 100% 3-D.

Corti-Trailer ansehen


Frauen kochen Teil 1 + 2

Lesen Sie den Artikel zum Anlass im Bündner Tagblatt und hören Sie die Vorschau im Regionaljournal Graubünden.

Rina Steier-Peduzzi von Savognin, hier mit der Leiterin des Frauenkulturarchivs Graubünden, Dr. phil. des. Silke Margherita Redolfi (re) weiss viel über die traditionellen Rezepte und das Kochen in früherer Zeit zu erzählen. (Bild O. Item/SO)
Rina Steier-Peduzzi von Savognin, hier mit der Leiterin des Frauenkulturarchivs Graubünden, Dr. phil. des. Silke Margherita Redolfi (re) weiss viel über die traditionellen Rezepte und das Kochen in früherer Zeit zu erzählen. (Bild O. Item/SO)

30. März 2017, Loesaal, Loestrasse 26 in Chur:Professorinnen an italienischen Universitäten im 18. Jahrhundert. Vortrag mit einer musikalischen Überraschung von Jean-Pierre Jenny.

Einführung von Dr. des. Silke Margherita Redolfi, Leiterin Frauenkulturarchiv.

Anna Morandi beim Sezieren eines Gehirns (Selbstbildnis aus Wachs, Palazzo Poggi, Bologna)
Anna Morandi beim Sezieren eines Gehirns (Selbstbildnis aus Wachs, Palazzo Poggi, Bologna)

An der Universität Bologna wurden im 18. Jahrhundert verschiedene naturwissenschaftliche Lehrstühle mit Frauen besetzt. Jean-Pierre Jenny, ehemaliger Dozent für Italienisch an der Fachhochschule Nordwestschweiz und Gymnasiallehrer in Basel, zeigt in seinem Referat auf, wie es dazu kam – und warum dies wenig bis gar nichts mit der Förderung von Frauen im Bildungswesen zu tun hatte.

 

Zu diesen frühen Professorinnen zählten die Physikerin Laura Bassi und die Anatomin und Wachsbildnerin Anna Morandi. Beide dozierten an der Universität Bologna und gingen trotz des widrigen Umfelds unbeirrt ihren Weg. In Mailand wirkte die hochbegabte Maria Gaetana Agnesi als Mathematikerin. Auf den frauenfeindlichen Zeitgeist des 18. Jahrhunderts reagierte sie mit einem ganz eigenen Lebensentwurf.

 

Eine Veranstaltung des Frauenkulturarchivs Graubünden und des Vereins für Kulturforschung Graubünden. 

Der Eintritt ist frei. Mit anschliessendem Apéro.


Montag, 21. November 2016, 17.30 Uhr im Frauenkulturarchiv Graubünden an der Goldgasse 10 in Chur: "Das Archiv der Beharrlichkeit". Präsentation des Partei-Archivs der FDP-Frauen Graubünden.

Eine Mini-Konferenz über Politikerinnen und Archive und ein Anlass zum 30-jährigen Jubiläum der FDP-Frauen Graubünden. Tamara Gianera präsentiert das im Frauenkulturarchiv aufbewahrte Archiv der FDP-Frauen Graubünden. Die Leiterin des Frauenkulturarchivs, Dr. phil. des. Silke Margherita Redolfi, spricht über Frauen in Archiven und unser Spezialgast Regierungsrätin Barbara Janom Steiner hält einen Kurzvortrag zur Geschichte ihrer politischen Karriere.

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Einladung und Programm zum FPD-Frauen Anlass.
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3. Dezember 2016: Frauen kochen, kochende Frauen.      Teil 2. Das Programm.

Frauen kochen, Teil 1, 5.11.2016


Hier finden Sie die Medienberichte zum 1. Teil von "Frauen kochen" mit Rina Steier-Peduzzi und Myriam Zumbühl.

Rina Steier-Peduzzi, Savognin, hier im Gespräch mit der Leiterin des Frauenkulturarchivs Graubünden, Dr. phil. des. Silke Margherita Redolfi, ist die Autorin des erfolgreichen und heute leider vergriffenen Kochbuches Cuschigna surmirana. Sie wusste die Menschen mit ihren spannenden Geschichten über das Kochen in früherer Zeit und die Erlebnisse ihrer Nonna Catarina als Schlossköchin im Palazzo Salis in Bondo zu begeistern. Bild Olivia Item, SO.

Regionaljournal Graubünden, 4.11.2016. Vorschau

 

 

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Bericht im Bündner Tagblatt
Frauenkulturarchiv_08112016.pdf
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Buchvernissage Zumthor, 1. Juli 2016.


Silke Margherita Redolfi (Archivleiterin), Laura Hecht, Prof. Dr. Christa Ehrmann-Hämmerle, Vincent Cazan, Andrea Zaremba, Alice Dulmovits, Lukas Winder, Elisabeth Buder, Sarah Hönigschnabel, Lisa Weinberg, Adriane Pfeifer, Lisa Aigner, Elizabeth Kata.
Silke Margherita Redolfi (Archivleiterin), Laura Hecht, Prof. Dr. Christa Ehrmann-Hämmerle, Vincent Cazan, Andrea Zaremba, Alice Dulmovits, Lukas Winder, Elisabeth Buder, Sarah Hönigschnabel, Lisa Weinberg, Adriane Pfeifer, Lisa Aigner, Elizabeth Kata.

Am Samstag, 28. Mai 2016, besuchte Frau Prof. Dr. Christa Ehrmann-Hämmerle, Dozentin für Frauen- und Geschlechtergerschichte an der Universität Wien, mit einer Gruppe von Studierenden das Frauenkulturarchiv Graubünden. Nach der Präsentation des Archivs, spannenden Diskussionen zur Geschichte der Frauen und nach einem Workshop trugen sich die Teilnehmenden in unser Gästebuch ein: "Wir waren begeistert vom Engagement und der Vielfältigkeit in Bezug auf Ihre Sammlung. Ihre Professionaliätt und Ihre Leidenschaft haben uns beeindruckt. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren vielen Projekten und nehmen uns vor, Ihre Institution wieter zu empfehlen und Ihre Aktivität weiter zu verfolgen." (Bild Hecht).


Gedenkanlass zum 300. Todestag von Hortensia v. Salis am 29. Juni 2015. Mehr


Hommage für die Stickkönigin Elly Koch am 21.2.2015. Mehr


Konzert mit den Wellküren am 28.11.2014. Mehr


Filmerinnen in Graubünden. "Der weibliche Blick", mit Bertilla Giossi und Susanna Fanzun. 24.10.2014 Mehr


5. Juli 2014: Wir denken gerne zurück: Besuch des Ostschweizer Frauenarchivs.

Das Team des Frauenarchivs St. Gallen genoss unser Höfli. Sandra Meier, Erika Eichholzer, Christof Bürkler (stehend), Margrith   Bigler- Eggenberger, Marina Widmer, Alexa Lindner, Brigitta Langenauer.
Das Team des Frauenarchivs St. Gallen genoss unser Höfli. Sandra Meier, Erika Eichholzer, Christof Bürkler (stehend), Margrith Bigler- Eggenberger, Marina Widmer, Alexa Lindner, Brigitta Langenauer.



Spende des BPW Club Chur

Domenika Schnider Neuweiler Präsidentin BPW Club Chur (li.), übergibt Silke Margherita Redolfi den symbolischen Check über 600 Franken. (Bild: Silvia Graf).
Domenika Schnider Neuweiler Präsidentin BPW Club Chur (li.), übergibt Silke Margherita Redolfi den symbolischen Check über 600 Franken. (Bild: Silvia Graf).

Der Business & Professional Club Chur spendete dem Frauenkulturarchiv 600 Franken. Als Anerkennung für das grosse Engagement. Danke liebe Club-Mitglieder! Wir freuen uns sehr.

Der BPW Club Chur sagt: "Das Frauenkulturarchiv erforscht in seinem Engagement die Geschichte der Frauen in Graubünden und sichert damit wertvolle Information über Frauen aus Graubünden. Der BPW Club Chur ist Teil des weltweit bedeutendsten Verbandes berufstätiger Frauen. Seine Mitglieder sind engagierte Frauen in beruflich interessanten Positionen, die bereit sind, in Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. Der Club Chur zählt 75 Mitglieder." www.bpw-chur.ch


29.11.2013: Konzert mit "La Lupa"

La Lupa wusste am Jubiläumskonzert des Frauenkulturarchivs zu begeistern. (Bild Redolfi)
La Lupa wusste am Jubiläumskonzert des Frauenkulturarchivs zu begeistern. (Bild Redolfi)

"Es war ganz einfach ein Genuss, dieser absolut sinnliche, sprühende Abend mit La Lupa. Gratuliere, wir haben alles sehr genossen, vielen, vielen Dank!!", schrieb uns eine begeisterte Gönnerin über den Abend mit der Tessiner Cantatrice und Poetessa La Lupa. Am Freitag, 29. November 2013 performte La Lupa auf Einladung des Frauenkulturarchivs ihr Bühenprogramm „mater“ im Kulturhaus an der Bienenstrasse in Chur. Mit diesem Konzert im Beisein zahlreicher Gönner und Gönnerinnen setzten wir den wirklich fulminanten Schlusspunkt unter unser 15-Jahr-Jubiläum.


25. Oktober 2013 um 18.30 Uhr im Kulturhaus an der Bienenstrasse in Chur. "Ich war in der Schweizer Armee." Ehemalige FHD erzählen.

"Danke für diesen bereichernden Abend."

Über 80 Personen waren am Freitag, 25. Oktober 2013 ins Kulturhaus an der Bienenstrasse in Chur gekommen, um zu hören, was die drei Veteraninnen Erna Kessler-Wüst (89), Emilia Caveng (89) und Gret Studach (79) als Soldatinnen FHD im Frauenhilfsdienst erlebt hatten. Lesen Sie weiter

 

Bild: Gret Studach, Fahrerin FHD, in den 1950er-Jahren. (zvg)

Die Fahrerinnen Sanität FHD Gret Studach (in der Original-Uniform von 1955!) und Emilia Caveng sowie Erna Kessler, Sanität FHD im Zweiten Weltkrieg (von links) wussten das Publikum mit ihren Erzählungen zu begeistern (Bild Elisabeth Bardill)
Die Fahrerinnen Sanität FHD Gret Studach (in der Original-Uniform von 1955!) und Emilia Caveng sowie Erna Kessler, Sanität FHD im Zweiten Weltkrieg (von links) wussten das Publikum mit ihren Erzählungen zu begeistern (Bild Elisabeth Bardill)

Die 89-jährige Erna Kessler, Emilia Caveng, auch 89, ehemalige Leiterin der Bündner Frauenschule, und Margrith Studach, Pratval, mit 79 die Jüngste, haben eines gemeinsam: Alle drei waren sie im Frauenhilfsdienst FHD, Erna Kessler sogar noch im Zweiten Weltkrieg. Warum gingen sie ins Militär? Was bedeutete ihnen die Zeit im Dienst? Am Abend der Erinnerungen erzählten sie, wie es damals war und was geblieben ist.

Lebendig, humorvoll und packend schilderten die drei alten Damen ihren ungewöhnlichen Einsatz, berichteten über ihre Erfahrungen und wie es war, sich als Frau mit dem militärischen Drill und der sperrigen Uniform zurecht zu finden. "Ich bereue keine Sekunde, dass ich freiwillig ins Militär ging", sagte etwa Gret Studach stellvertretend für ihre zwei Kolleginnen. Sie hatte sich wie Emilia Caveng 1955 als Fahrerin bei der FHD zum freiwilligen Dienst gemeldet und musste auf den sperrigen Mowag oder Dodge-Lastwägen Kranke und Material transportieren. Und Emilia Caveng betonte, sie habe in der FHD viel gelernt, etwa richtig und präzise Auto zu fahren oder sich im Gelände auch nachts ohne weiteres zu orientieren, alles "Dinge, dich ich als Frau zur damaligen Zeit nirgends anders hätte lernen können." Auch für Erna Kessler-Wüst, die im Zweiten Weltkrieg für die Sanität FHD aufgeboten wurde und Aktivdienst leistete, steht fest: "Ich wäre auch in den Dienst, wenn es freiwillig gewesen wäre. Ich wollte einfach etwas für das Vaterland tun." Einer der ersten Einsätze von Erna Kessler war im Bunker im Gotthard, wo sie rund zwei Monate kranke Schweizer Soldaten pflegte. Die Atmosphäre unter Tags sei alles andere als heiter gewesen, sie hätten auch mulmige Gefühle gehabt, aber schliesslich habe der Gedanke daran, in schwieriger Zeit für andere da zu sein und sich im Krieg für das eigene Land einzusetzen, sie immer wieder motiviert. Deutlich wurde am Abend auch, dass eine der Triebfedern für das grosse Engagement dieser Frauen die eigene Verpflichtung und gefühlte Verantwortung war, anderen zu helfen. Caveng und Studach wählten dafür den in ihrer Zeit für Frauen eher ungewöhnlichen Weg als Fahrerinnen FHD. Erna Kessler gehörte zu den rund 30 000 Schweizerinnen, die damals im Krieg im FHD waren. Ein wenig Abenteuerlust, so spürte das bewegte Publikum am Abend heraus, gehörte bei allen drei aber durchaus dazu.

"Danke für diesen bereichernden Abend", schrieb ein Vertreter des Vorstandes der Bündner Offiziersgesellschaft ins Gästebuch. Er sprach damit wohl vielen aus dem Herzen und erwies den drei Veteraninnen die Referenz.

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Hören Sie die Sendung im Radio Rumantsch zum Abend mit einem ausführlichen Interview mit Emilia Caveng vom 26.10.13. Hier

Hören Sie das Radio-Interview mit Gret Studach vom Freitag, 25.10.13. Hier

Lesen Sie den Artikel von Gian Andrea Marti im Bündner Tagblatt vom Montag, 28.10.13.

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7. März 2013: Podium "Rückgrat". Vier Bündner Politikerinnen sagten, wie sie leben und was sie bewegt.

"Silva Semadeni, Brigitta Gadient, Anna Giacometti und Gabriella Binkert Becchetti haben einem grossen Publikum im Stadttheater Chur am Donnerstag einen überaus inspirierenden Abend beschert.", Denise Alig in der SO, Samstag, 9. März 2013.

"Eines haben die vier Podiumsteilnehmerinnen auch noch gemeinsam: Bereits ihre Grossmütter wären - wenn sie denn gekonnt hätten - mit viel Elan und Kraft in die Politik gegangen.", Sabrina Bundi im Bündner Tagblatt, Samstag, 9. März 2013:

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Die Teilnehmerinnen

  • Silva Semadeni (60) ist als erfahrene Polit-Füchsin eine Königin im Taktieren und Weibeln, debattiert lustvoll und legt sich für ihre Überzeugungen gerne auch mit der Machtelite an. Erfolge kostet sie aus, Niederlagen verwandelt sie in spätere Siege. Die Nationalrätin, Kantonsschullehrerin und Präsidentin der Pro Natura Schweiz verkörpert das grüne, soziale und feministische Graubünden und zeigt der Schweiz, wie Widerstand in den Alpen funktioniert.
  • Gabriella Binkert Becchetti (52) liebt die Politik der Überraschungen. Die dynamische Vize-Präsidentin der SVP Graubünden, Präsidentin des Naturparks Unesco Biosfera Val Müstair, Unternehmerin und Gemeinderätin in Sta. Maria redet ihre Konkurrenz in Grund und Boden, wenn es darum geht, innovative Projekte zu realisieren. Sie überzeugt nicht nur die MünstertalerInnen vom Zukunftspotenzial ihres Erbes, sondern macht die Val Müstair auch zum Hotspot der Politprominenz.
  • Brigitta M. Gadient (52) hat als Politikerin und alt Nationalrätin Kult-Charakter in Graubünden. 16 Jahre sass sie im Nationalrat, beherzt setzt sie sich für gemeinnützige und kulturelle Institutionen ein, ihre Wirtschaftsmandate verschafften ihr Achtung und Respekt. Wie das Politisieren funktioniert, hat sie von der Pike auf gelernt: als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der SVP Schweiz, als Adjunktin der Schweizerischen Bundesversammlung und als Mitglied der Bündner SVP, die einst ihr sozial gesinnter Grossvater Andreas Gadient (1892-1976) als Demokratische Partei 1919 mitgegründet hatte (ab 1971 SVP) und die als „Geburtsstätte“ erfolgreicher Politikerinnen wie Elisabeth Lardelli, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf oder Regierungsrätin Barbara Janom Steiner gilt.  
  • Anna Giacometti (51) ist das Gesicht des neuen Bergell. Seit 2010 „sindaco“ weckt die zielorientierte, unkomplizierte und lebensnahe Politikerin das Tal aus dem Dornröschenschlaf. Ob Gemeindefusion, Schulkooperation mit Chiavenna oder Kulturprojekt: Giacometti wagt das Ungewöhnliche, denkt über die Grenzen hinaus, hat Durchhaltewillen und macht aus den alten Tugenden der Bergeller und Bergellerinnen wie Schaffenskraft, Besonnenheit und Naturverbundenheit die neuen Stärken einer Talschaft im Aufbruch.

Donnerstag, 7. Februar 2013: Bildervortrag mit Carola Meier-Seethaler. Leben und Tod als Rhythmus des Lebendigen. Symbolbilder alter Kulturen.

 

"Im Gegensatz zur Polarisierung von Leben und Tod wird in vorpatriarchalen Kulturen das Sterben weder verdrängt noch als Feind des Lebens betrachtet, sondern Geburt und Tod als Rhythmus alles Lebendigen erachtet. Das beginnt mit den Zickzackmustern in den Eiszeithöhlen und an den Grabsteinen der Urnenfelderkultur, ist ablesbar an den Spiral- und Tannenzweigmustern, die in jungsteinzeitliche Frauenidole eingeritzt sind, und setzt sich fort in den antiken Mäander- und Schachbrettmustern. Konkreter als diese abstrakten Leben-Tod-Symbole verkörpern janusköpfige Gottheiten und doppelköpfige Tiere Anfang und Ende als die beiden Seiten des Lebens. Nicht zuletzt ist das chinesische Yin-Yang-Zeichen in diesem Zusammenhang zu sehen. Es symbolisiert die jahreszeitlichen Rhythmen der Natur ebenso wie das Lebensschicksal der Menschen und wurde erst relativ spät mit einer Polarisierung der Geschlechter in Verbindung gebracht." (Carola Meier-Seethaler).


15 Jahre Frauenkulturarchiv (1997-2012): Die Schaufenster

Am 1. Oktober 2012 ist unser Archiv 15 geworden. Grund genug, um ein ganzes Jahr lang zu feiern und zwar mit der Ausstellung "per ün mumaint - das Archiv im Schaufenster", wo wir jeden Monat eine Preziose aus unserem Archiv im Schaufenster an der Goldgasse 10 präsentieren, und mit zahlreichen Anlässen. Zur Galerie der Schaufenster.


November 2012: das Frauenkulturarchiv bekommt den "dunna"-Preis der Bündner Akademikerinnen.

  • 2012. Das Frauenkulturarchiv erhält den dunna-Preis. Die Bündner Sektion der Schweizerischen Akademikerinnen sprach den "dunna"-Preis 2012 dem Frauenkulturarchiv Graubünden zu. Damit wird der Aufbau und die Etablierung des Frauenkulturachivs als Ort der Geschichte der Frauen in Graubünden gewürdigt. Die Laudatio hielt Katharina v. Salis. Wir danken für diese schöne Anerkennung. Sie macht Mut und motiviert für unsere weitere Arbeit. An der wunderschön gestalteten und gut organisierten Feier waren zahlreiche Gäste, viele unserer treuen Gönnerinnen und Gönner sowie Personen aus Kultur, Wirtschaft und Politik mit dabei. Die "dunna" wird vom Schweizerischen Verband der Akademikerinnen, Sektion Graubünden verliehen. Der Preis geht an Frauen, die sich "in der Bereichen Wissenschaft und Forschung, Gesundheit, Soziales, Kultur, Kunst, Bildung, Wirtschaft oder Politik ausserordentlich und uneigennützig engagieren oder engagiert haben", wie es in den Preisunterlagen heisst. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Einmal, weil sie in unser Jubiläumsjahr fällt und natürlich, weil sie das Frauenkulturarchiv als Institution ehrt.
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des Schweiz. Verbandes der Akademikerinnen Sekt. GR
Pressemitteilung_DUNNA_2012.pdf
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3.11.2012: 4. Schweizerischer Archivtag.


26.10.2012: Podium "Was es braucht, ist Herzblut". Unternehmerinnen in Graubünden.

Link zum Medienbericht der Standeskanzlei Graubünden hier

Frauen sind unverzichtbar für die Bündner Wirtschaft. Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner, Irma Caveng, die Moderatorin Silke Margherita Redolfi und Brigit Pedolin waren sich am Podium des Frauenkulturarchivs einig. Bild: Elisabeth Bardill.
Frauen sind unverzichtbar für die Bündner Wirtschaft. Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner, Irma Caveng, die Moderatorin Silke Margherita Redolfi und Brigit Pedolin waren sich am Podium des Frauenkulturarchivs einig. Bild: Elisabeth Bardill.

(sr) Es macht Spass, ist bereichernd und erfüllt mit Stolz: die drei Teilnehmerinnen des gut besuchten Podiums "Was es braucht, ist Herzblut" vom 26. Oktober 2012 im Auditorium der GKB in Chur, Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner, Irma Caveng und Brigit Pedolin, waren sich einig, dass ein eigenes Geschäft oder eine Spitzenposition in Politik und Wirtschaft für Frauen ein erstrebenswertes Ziel ist. Und sie riefen die Frauen dazu auf, ihre Ideen mutig anzupacken, die eigenen Visionen konsequent zu verfolgen und ihre Rechte einzufordern. Angesprochen auf ihren Weg in die Politik sagte Janom Steiner, sie sei sowohl für das Parteipräsidium der SVP im Jahr 2000 als auch für die Kandidatur in die Regierung 2008 angefragt worden. Nach einiger Überlegung habe sie sich entschieden, die Herausforderung anzunehmen. Dies sei für sie auch deshalb möglich gewesen, weil ihr Umfeld und ihre Familie sie sehr gestützt hätten und ihr das Amt zutrauten. In der SVP habe es zudem einige Frauen gegeben, die ihr als Vorbilder geholfen hätten.

 

Frauen sollten sich nicht ständig hinterfragen

Es sei aber schwierig, Frauen für die Politik zu gewinnen. Sie stelle  immer wieder fest, dass Frauen viele Selbstzweifel hätten. Das sei hemmend: "Frauen sollten sich nicht andauernd hinterfragen und an sich zweifeln, sondern mehr zu sich stehen und etwas wagen."

Für Brigit Pedolin, die 1973 nach der Heirat und dem Umzug von St. Gallen ihr eigenes Vorhang-Geschäft aufbaute, das sie heute noch erfolgreich führt, waren besonders die Anfangsjahre in Chur eine Herausforderung. "In meiner Umgebung gab es damals so gut wie keine alleinverantwortliche Unternehmerinnen. Und eine Frau, die Kinder hatte und ein eigenes Geschäft führte, wurde - allerdings vor allem von Frauen - schräg angeschaut." Heute sei das anders, Frauen in Spitzenpositionen seien eher akzeptiert. Dennoch müssten sie für ihre Anerkennung und für gleiche Chancen kämpfen. Für Brigit Pedolin, die von 1999 bis 2002 Präsidentin der Business and Professional Women Switzerland war, gehört es auch dazu, sich mit andern auszutauschen und die eigenen Ressourcen und Bedürfnisse nicht zu vernachlässigen. Auch für Irma Caveng, die Mitinitiantin des 1992 ins Leben gerufenen "Scarnuz Grischun Surselva" ist eine gesunde Portion Selbstbewusstsein und Standfestigkeit, das, was es braucht, um über längere Zeit erfolgreich zu sein und sich im männerlastigen Geschäftsumfeld zu behaupten.

 

Etwas Eigenes gestalten macht Spass und stolz

Unabdingbar seien aber auch Qualität und Professionalität. So setzte der Scarnuz von Anfang an auf ein prägnantes Logo, aussergewöhnlich präsentierte Produkte und eine gut durchdachte Geschäftsstrategie. Das alles ging für die Bäuerinnen auf: Heute sind über 40 Produzentinnen in allen Scarnuz-Gruppen mit dabei, acht produzieren für den Vertrieb des Scarnuz in der Surselva. "Wir wollten von Anfang einen Verdienst für unsere Arbeit. Es sollte nichts verschenkt werden. Denn unsere Produkte sind allesamt Spezialitäten, die man nicht an jeder Ecke findet", sagt Caveng. Heute seien sie etabliert, man respektiere ihre Eigenständigkeit und ihre Wirtschaftskraft als Kleinunternehmerinnen. Früher habe sie als Bäuerin häufig hören müssen: "Aha, Sie sind die Frau vom Gian", heute höre er hin und wieder: "Aha, Sie sind der Mann von der, die den Scarnuz macht."

Barbara Janom Steiner, Brigit Pedolin und Irma Caveng sind drei Frauen, die in ihren Berufsfeldern mit Herzblut dabei sind, aber auch schwierige Zeiten kennen. Im Rückblick sind alle drei jedoch von ihrem Weg überzeugt, weil er Kreativität zulässt, den Raum für sich und andere öffnet und natürlich auch Einkommen bietet. Alle drei haben ihre Chancen gepackt. Darüber, was sie antreibt, sagte Barbara Janom Steiner am Podium: "Ich freue mich jeden Tag auf das, was mich im Amt erwartet, auch wenn es manchmal schwierig und stressig ist. Aber ich bin stolz darauf, meinem Kanton dienen zu dürfen." Welches Schlusswort würde besser zum ersten Fenster der Jubiläumsausstellung des Frauenkulturarchivs unter dem Titel "BündnerinnenStolz" passen? 

Das Podium war ein Begleitanlass zum Schaufenster „BündnerinnenStolz" in der Ausstellung „per ün mumaint" - das Archiv im Schaufenster, zum 15-Jahr-Jubiläum des Frauenkulturarchivs Graubünden.